N E W S L E T T E R

Helena Lea Manhartsberger | Katharina Neuhaus
Ultraslut

Lia ist transsexuell, sexradikale Aktivistin, kämpft mit Depressionen und steht auf BDSM. Lias Geschlecht ist ein Politikum, und das bekommt sie täglich zu spüren. Die traumatischen Erlebnisse ihrer Lebensrealität nagen an ihr, Depressionen sind ihr stetiger Begleiter. Lia wagt es, ihren Schmerz mit Schmerz zu bekämpfen. Mit Partner*innen, denen sie vertraut, verarbeitet sie ihre Gefühle in BDSM-Sessions. Rohrstock, Kerzenwachs und Fesselseil ermöglichen ihr Momente der Ekstase und der Unbeschwertheit. Lia betrachtet ihren Körper und das Ausleben ihrer Sexualität als Aktivismus. Auf ihren Kanälen in den sozialen Medien teilt sie ihre Erfahrungen und provoziert. Zurück kommen Anfeindungen, aber auch unterstützende und dankende Worte. Lia hält an ihrer Überzeugung fest: Sei „lieber unbequem als unterwürfig“. Die Fotografinnen Helena Lea Manhartsberger und Katharina Neuhaus haben Lia 2018 und 2019 mehrmals mit der Kamera besucht und sie in ihrem Alltag begleitet.

  • Diskriminierung
  • Empowerment
  • Identität

*1987 in Innsbruck, Österreich
Helena Lea Manhartsberger lebt in Hannover und arbeitet als freischaffende Foto- und Multimediajournalistin. Sie schloss ihr Studium im Fach Internationale Entwicklung an der Universität Wien ab und begann 2015 Fotojournalismus und Dokumentarfotografie an der Hochschule Hannover zu studieren. Manhartsberger setzt sich kritisch mit stereotypen und rassistischen Repräsentationsformen in der Fotografie auseinander. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich vor allem mit Themen wie Geschlecht und Identität, Gruppendynamik und sozialen Bewegungen, regional und international. www.helena-manhartsberger.com 

*1989 in Werne, Deutschland
Katharina Neuhaus arbeitet als freiberufliche Filmerin und Journalistin. Seit Anfang des Jahres 2020 ist sie Volontärin beim Mitteldeutschen Rundfunk in Leipzig. Neuhaus studierte an der TU Dortmund Literatur- und Kulturwissenschaft, ihren Master absolvierte sie an der Universität Duisburg-Essen in den Fächern Literatur & Medienpraxis und Amerikanistik. In ihrer journalistischen Arbeit befasst sie sich mit den Wünschen und Träumen geflüchteter Jugendlicher und verschiedenen Geschlechterbildern.

Weitere Digital Storytelling-Projekte